Zum geplanten Verkauf des Neuen Kreuzberger Zentrum (NKZ) am Kottbusser Tor erklärt die Bundestagsabgeordnete des Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg – Prenzlauer Berg Ost, Cansel Kiziltepe (SPD):

„Ich kritisiere die konkreten Verkaufsabsichten des Neuen Kreuzberger Zentrums scharf. Es steht zu befürchten, dass in der Mitte Kreuzbergs ein Gebäudekomplex, der zur Schaffung von sozialem Wohnraum gebaut wurde, zum Spekulationsobjekt internationaler Investoren wird.

Bedauerlich ist, dass die landeseigene GEWOBAG im Bieterverfahren nicht zum Zug gekommen ist. Dies deutet darauf hin, dass beim Verkauf soziale und stadtentwicklungspolitische Gesichtspunkte keine Rolle gespielt haben.

Nun ist die Landes- und Bezirksebene gefragt. Die BVV-Fraktion der SPD Friedrichshain-Kreuzberg hat auf ihrer Sitzung am Montag, 27. März 2017 einen Antrag beschlossen, der den Rückkauf des NKZ fordert.

Sobald der schriftliche Kaufvertrag vorliegt, muss das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg das kommunale Vorkaufsrecht anwenden. Der Erhalt der gewachsenen sozialen Struktur rund um das Kottbusser Tor ist zentral für die Menschen im Bezirk. Daran wird auch ein internationaler Investor nichts ändern.“