Räume für Musikclubs und Festivals sichern, die Entwicklung von Förderkonzepten und die Anerkennung der Livekultur als schützenswerte Kultur – das sind die Aufgabe der Bundesstiftung Livekultur. Am Donnerstag, 24. Juni 2021, hat sich der Beirat konstituiert und kann nun offiziell seine Arbeit aufnehmen. Ich freu mich sehr, als Mitglied des Stiftungsbeirats dabei zu sein.

Die Sicherung der Club- und Livekultur ist mir schon lange ein Anliegen. Gerade in meinem Wahlkreis befinden sich sehr viele international bekannte und schützenswerte Livespielstätten. Nicht erst seit dem Beginn der Pandemie sind die Schwierigkeiten, mit denen sie immer wieder kämpfen müssen, offensichtlich geworden. Die ungesicherte Situation der Gewerbemieten, näher rückende Wohnbebauung, Lärm- und Schallschutzprobleme sowie der Kampf um Flächen gehören schon länger dazu.

Auch die beiden im Wahlkreis bedrohten Clubs Nuke und Yaam standen gleich auf der Tagesordnung des Beirats. Dem Nuke wurde überraschend zum 31. Juli durch den Immobilienentwickler S IMMO Germany gekündigt. S IMMO Germany ist schon als Vermieter der Grießmühle unangenehm aufgefallen und lehnt nun auch beim Nuke eine Verlängerung des Mietvertrags ab. Auf dem hart umkämpften Berliner Immobilienmarkt eine neue Location zu finden gestaltet sich ebenfalls schwierig. Deshalb wird nun mittels einer Petition versucht, Unterschriften zu Rettung des Clubs zu sammeln, um so Druck auf den Vermieter auszuüben. Hier geht‘s zur Petition!

Das Yaam am Friedrichshainer Spreeufer musste bereits im vergangenen Sommer Teile des Uferbereichs sperren, da ein Gutachten die Statik der Ufermauer als nicht mehr gegeben erachtete. Zudem gibt es auch Probleme mit der Statik der angrenzenden Halle. Die Kosten der Sanierung sind sehr hoch und müssen durch den Senat übernommen werden. Außerdem braucht das Yaam dringend einen langfristigen Mietvertrag, um die bereitliegenden Mittel der Lotto-Stiftung abrufen und für weitere Kinder- und Jugendangebote nutzen zu können. Dazu muss sich wiederum der Bezirk bewegen.

X