Bei einem Besuch im Rahmen meiner Sommertour, in der ich Initiativen, Vereine und Unternehmen in meinem Wahlkreis besuche, habe ich das Kreuzberger Start-up „Twenty Billion Neurons“ besucht. Hierhabe ich viel über die Arbeit von Start-ups und über die Forschung zu künstlicher Intelligenz erfahren. Die Erforschung von künstlicher Intelligenz betrifft uns alle, da künstliche Intelligenz viele Bereiche unseres Lebens beeinflussen und vor Allem vereinfachen kann. Ferner sind Start-ups insbesondere in Berlin zu einem starken Wirtschaftsfaktor geworden, weshalb wir das weitere uns schnellere Wachstum von Start-ups durch ein Wagniskapitalgesetz vereinfachen müssen.

Das Start-up „Twenty Billion Neurons“ mit 15 Mitarbeiter*innen  hat seinen Sitz im Wrangelkiez und ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Erforschung von künstlicher Intelligenz. Es hat mit Google und Facebook zwei mächtige Konkurrenten. „Twenty Billion Neurons“ wurde von vier Informatikern, die gemeinsam in Bielefeld studiert haben, gegründet. Beachtenswert ist, dass es noch kein Produkt gibt. Zurzeit entwickeln die Mitarbeiter*innen von „Twenty  Billion Neurons“ einen Algorithmus um Computern beizubringen, die Welt wie ein Mensch wahrzunehmen. Dass das Start-up in Berlin gegründet wurde, ist eine Besonderheit, da die meisten Start-ups in diesem Bereich aus dem Silicon Valley stammen. Auch dass bei 20 Billion Neurons viele Forscher beschäftigt sind, ist beachtlich, da diese so auf langfristige Karrieren bei Tech-Konzernen oder in der Wissenschaft verzichten.

Ein zweites Standbein hat das Start-up in Toronto. Kanada investiert seit einigen Jahren große Summen in die Erforschung von künstlicher Intelligenz, weshalb sich das Land zum führenden Forschungsstandort zu künstlicher Intelligenz entwickelt hat. Insbesondere die Provinz Ontario und die dort angesiedelte Universität von Toronto sind seit Anfang der 2000er Jahre Vorreiter auf dem Gebiet.

Im Gespräch mit den Gründern des Start-ups hat sich gezeigt, dass auch Deutschland mehr in die  Erforschung dieses Zukunftsfeldes investieren sollte, damit die Wirtschaft wettbewerbsfähig bleibt und zukünftige Entwicklungen nicht „verschlafen“ werden. Künstliche Intelligenz kann insbesondere in den Bereichen der Automobilindustrie, aber auch im sozialen Bereich sinnvoll genutzt werden. Auch bei Twenty Billion Neurons liegt in der Forschung ein großer Fokus auf den Altenpflegebereich. Hier bieten sich weitreichende Chancen für die Nutzung von künstlicher Intelligenz, die nicht ungenutzt bleiben sollten. Hier geht es nicht um die Wegrationalisierung von Arbeitsplätzen, sondern um Forschung, etwa von Apps, die die Arbeit im Pflegebereich erleichtern könnten.

Im Start-up Bereich im Allgemeinen setzt sich die SPD Bundestagsfraktion für eine stärkere Förderung von Start-ups durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau ein. Außerdem brauchen wir in Deutschland endlich ein Wagniskapitalgesetz, damit Start-ups schneller als bislang wachsen können. Leider scheitert das Gesetz bis jetzt an Bundesfinanzmister Schäuble (CDU). Er muss seinen Widerstand dagegen endlich aufgeben.

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