Der Auftakt der internationalen Wochen gegen Rassismus vom 16. bis 29. März wird in diesem Jahr von der Ausbreitung des Coronavirus überschattet. Die meisten Veranstaltungen, große Demonstrationen und andere Aktionen müssen erst einmal abgesagt werden. Auch die geplante Demonstration am 21. März in Rudow, zu welcher das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ und die Initiative „Rudow empört sich“ aufgerufen hatten, ist betroffen.

Diese Maßnahmen sind in der aktuellen Lage notwendig. Trotzdem ist Rassismus in diesen Tagen ein wichtiges Thema, denn auch in der aktuellen Krise zeigen sich rassistische Ressentiments. Der Virus kennt, jedoch keine Unterschiede – ganz egal wo ein Mensch herkommt oder wie er aussieht. Statt Rassismus und rechter Hetze brauchen wir jetzt uneingeschränkte Solidarität.

Wir haben in Deutschland ein Rassismusproblem. Das wird viel zu selten deutlich ausgesprochen und viel zu wenig setzen wir uns mit dem tief verankerten Rassismus in unserer Gesellschaft auseinander. Rassismus gibt es in allen Lebensbereichen – ob auf der Straße, dem Arbeits- und Wohnungsmarkt oder in den Parlamenten. Das dürfen wir nicht einfach so hinnehmen.

Unter dem Motto „Gesicht zeigen – Stimme erheben“ soll in den kommenden Wochen weltweit Raum für Aktionen der Solidarität und Aufmerksamkeit für die Opfer und Gegner*innen von Rassismus geschaffen werden. Das geht auch online und mit sozialer Distanz!

Rassismus und Hass haben keinen Platz in unserer Gesellschaft. Jetzt erst recht nicht!

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