Lange Arbeitszeiten sollen sich in Zukunft auch für Geringverdiener*innen deutlich bei der Rente auszahlen. Mit dem Vorschlag unseres Arbeitsministers Hubertus Heil liegt nun ein Vorschlag auf dem Tisch, der denjenigen Menschen Respekt zollt, die jahrzehntelang gearbeitet haben und im Rentenalter trotzdem auf Grundsicherung angewiesen sind.

Der Vorschlag zur Grundrente beruht auf dem Koalitionsvertrag. Denn nach jahrzehntelanger Arbeit, Kindererziehung oder der Pflege von Angehörigen sollen diejenigen am Ende besser dastehen, als jene die keine oder nur kurzzeitige Beiträge zur Solidargemeinschaft geleistet haben.

Die wichtigsten Punkte des Konzepts zu Respekt-Rente:
• Zuschlag zur Rente bei mindestens 35 Jahren Grundrentenzeiten (Pflichtbeiträge aus Beschäftigung, Kindererziehung und Pflegetätigkeit)
• Grundlage der Berechnung sind die erworbenen Entgeltpunkte, diese werden verdoppelt – jedoch auf maximal 0,8 Entgeltpunkte pro Jahr
• Wer 35 Jahre in der gesetzlichen Rente versichert war, erhält einen Freibetrag von 25% der individuellen Rente, maximal jedoch 106 Euro
• Die Grundrente wird ohne Bedürftigkeitsprüfung ermittelt

Ich finde dieses Konzept gelungen. Von der Respekt-Rente werden vor allem Frauen profitieren, da deutlich mehr Frauen in Teilzeit oder für geringen Lohn arbeiten. Auch erhalten Kindererziehung und Pflege von Angehörigen eine größere Wertschätzung. Das ist bei diesen gesellschaftlich wichtigen Aufgaben überfällig.

Dieses Konzept soll nun bis Anfang Mai in einen Gesetzesentwurf umgesetzt werden. Der Deutsche Bundestag soll die Respekt-Rente noch in diesem Jahr verabschieden.