Seit der Neuregelung des Staatsangehörigkeitsrechts durch die Rot-Grüne Bundesregierung im Jahr 2000 bekommen in Deutschland geborene Kinder neben der Staatsangehörigkeit ihrer Eltern automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft. Durch den Widerstand der CDU musste der Kompromiss geschlossen werden, dass junge Menschen sich zwischen dem 18. und 23. Lebensjahr für eine der beiden Staatsbürgerschaften entscheiden müssen.

Bis 2017 werden sich jährlich 3.000 bis 7.000 junge Menschen entscheiden müssen, welche Staatsbürgerschaft sie behalten wollen. Diese Optionspflicht hat gravierende Folgen. Wir erwarten von diesen jungen Menschen, dass sie sich zwischen dem Heimatland ihrer Eltern und dem Land, in dem sie aufgewachsen sind, entscheiden. Ein modernes Staatsbürgerschaftsrecht sieht anders aus.

Im Unterschied dazu ist es für Menschen unter anderem aus den EU-Staaten und der Schweiz möglich beide Staatsbürgerschaften nebeneinander zu führen.

Im Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU ist festgehalten, dass wir die Optionspflicht abschaffen wollen. Diesen Kompromiss musste die SPD mühsam gegen die Union verhandeln. Nun wird über die Regelungen der Abschaffung im Einzelnen diskutiert.

Aus diesem Grund laden Cansel Kiziltepe und Fritz Felgentreu herzlich zur Veranstaltung Fraktion vor Ort ein:

am 06.05.2014
um 19:00
im Hoftheater Jugendzentrum Naunynritze (Naunynstraße 63, 10997 Berlin)

Einladung Fraktion vor Ort I Doppelte Staatsbürgerschaft

Um eine Anmeldung wird gebeten.

X