Der Equal Pay Day macht auf die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern aufmerksam und markiert den Tag, bis zu dem Frauen unentgeltlich arbeiten würden, wenn sie die gleiche Lohnsumme wie Männer bekämen. In Deutschland beträgt diese Lücke 2020 immer noch 18% – das ist die viertgrößte Lücke in der EU. Nur Estland, Lettland und Österreich bringen es auf einen noch größeren Unterschied. Für uns in der SPD ist klar: 18% sind 18% zu viel – Frauen verdienen gleichen Lohn für gleiche Arbeit!

Gerade in der Pandemie zeigt sich, dass Frauen den Löwinnenanteil der zusätzlichen Belastung schultern. Gleichzeitig verdienen sie deutlich weniger als Männer. Ob im Spagat zwischen Homeoffice und  Homeschooling oder in den systemrelevanten Berufen, die überwiegend von Frauen ausgeübt werden.

Der leichte Rückgang des Gender Pay Gaps in diesem Jahr um 1% bietet leider wenig Grund zur Freude, denn in der Krise waren Frauen seltener von temporären, krisenbedingten Lohneinbußen betroffen als Männer. Die Frauen in Pflegeberufen schultern nicht nur einen Großteil der zusätzlichen Belastung, sie sind auch häufiger dem Risiko einer Ansteckung ausgesetzt.

Frauen verdienen 100%! Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, für die wir aber noch immer kämpfen müssen. Doch das Problem ist struktureller Natur und ein echter Kulturwandel ist nötig. Unbezahlte Sorgearbeit muss gerecht zwischen den Geschlechtern aufgeteilt werden und wir brauchen eine geschlechtergerechte Steuerpolitik sowie gesetzliche Vorgaben, die Führungspositionen für Frauen öffnen. Die Erfahrung zeigt, dass Frauen sonst immer wieder an die gläserne Decke stoßen.

Hier geht es zur aktuellen statistischen Auswertung.

Hier geht es zu einer kürzlich veröffentlichten Studie des DIW Berlin zum Deutschen Gender Pay Gap im europäischen Vergleich.

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