Am 23.6. habe ich in der Bahnhofsmission am Ostbahnhof hospitiert. Ich habe sehr lehrreiche Einblicke in die tolle Arbeit dieser Einrichtung erhalten. Gemeinsam mit den Mitarbeitern ich die Gäste der Einrichtung bewirten. Vor 120 Jahren wurde hier die erste Bahnhofsmission in ganz Deutschland gegründet.

Ca. 80 bis 160 Menschen besuchen pro Tag die Bahnhofsmission am Ostbahnhof. Es sind Menschen, die bei kleinen Problemen mit dem Zugverkehr Hilfe benötigen, vor allem aber Menschen, die in ihrem Leben in eine tiefe Krise geraten sind, und in der Bahnhofsmission eine erste Anlaufstelle finden, die sie mit Essen und Getränken versorgt und in der sie Ansprechpartner haben. Ziel ist es natürlich, erste Schritte aus der tiefen Lebenskrise zu ermöglichen. So steht jedem das Angebot offen, für die Behördengänge, die für die Beantragung einer Wohnstätte oder ähnlichem nötig sind, unterstützt zu werden.

DSC06637_geschnittenFür die Menschen am unteren Ende unserer Gesellschaft ist dies eine sehr wichtige Einrichtung, die unbedingt erhaltenswert ist. Wie überall hängt ihre Existenz an Spenden, die von privaten bereitgestellt werden, an dem großartigen Engagement der ca. 30 ehrenamtlichen Helfer sowie 4 hauptamtlich Beschäftigten und an den Mitteln die der Senat zur Verfügung stellt. Ich hoffe, dass diese auch in Zukunft so fließen, so dass der Betrieb dieser Einrichtung aufrechterhalten werden kann. Wenn Sie sich gerne für die Bahnhofsmission einsetzen wollen, können Sie dies mit Geld- oder Sachspenden oder in dem Sie sich selbst als ehrenamtliche Kraft dort bewerben. Gerade Menschen mit osteuropäischen Sprachkenntnissen werden aktuell dringend gesucht.

Die Bahnhofsmission am Ostbahnhof kann darüber hinaus auf eine einzigartige Geschichte zurückblicken. Sie wurde vor 120 Jahren als erste Bahnhofsmission in Deutschland gegründet. Damals ging es christlichen und jüdischen Frauen darum, am damaligen „Schlesischen Bahnhof“ junge Mädchen aus dem Osten, die oftmals mit fingierten Angeboten gelockt wurden, vor brutaler Ausbeutung und Prostitution zu schützen. Auch wenn sich der Aufgabenbereich wandelte, blieb die Bahnhofsmission stets bestehen. Selbst in der DDR, in der alle anderen Bahnhofsmissionen in Ostberlin geschlossen wurden, konnte sich die Mission am Ostbahnhof halten. Demensprechend hoffe ich, dass diese Einrichtung weiterhin, so lange wir sie brauchen, ihre wichtigen Hilfeleistungen für diese Gesellschaft erbringen kann.

Mit einer Spende auf folgendes Konto, können Sie hier viel bewirken:

Spendenkonto Bahnhofsmission Ostbahnhof
BLZ: GENODED1PAX
IBAN: DE15370601936001721010

Bei Fragen bezüglich Sachspenden oder Mitarbeit können Sie die Bahnhofsmission mit folgender Telefonnummer erreichen:
030/29720175

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