Dieser Internationale Frauentag ist die wuchtigste Kundgebung für das Frauenwahlrecht gewesen, welche die Geschichte der Bewegung für die Emanzipation des weiblichen Geschlechts bis heute verzeichnen kann. (Clara Zetkin, 1911)

Hunderttausende Frauen in Deutschland, Dänemark, Österreich und der Schweiz begingen am 19. März 1911 erstmals den Internationalen Frauentag. Die Forderung nach Frauenrechten, vor allem nach dem Frauenwahlrecht, aber auch nach besseren Arbeitsbedingungen für erwerbstätige Frauen stand im Mittelpunkt dieses Tages vor nun 105 Jahren.

Wo stehen wir heute?

Beim Rosenverteilen zum Internationalen Frauentag mit der SPD-Direktkandidatin im Friedrichshainer Nordkiez, Peggy Hochstätter

Beim Rosenverteilen zum Internationalen Frauentag mit der SPD-Direktkandidatin im Friedrichshainer Nordkiez, Peggy Hochstätter

Die SPD-Bundestagsfraktion hat schon viel erreicht: Mit der Einführung der Frauenquote haben wir dafür gesorgt, dass mehr Frauen in Aufsichtsräten und in der öffentlichen Verwaltung in Führungspositionen kommen, mit dem ElterngeldPlus haben wir die Vereinbarkeit von Familien und Beruf für Mütter, aber auch Väter, verbessert, mit der sogenannten Mütterrente haben wir für eine bessere Anerkennung von Erziehungszeiten gesorgt, durch einen höheren Entlastungsbetrag haben wir Alleinerziehende, zu einem Großteil Frauen, besser gestellt. Seit Januar 2016 gibt es mit dem Bundesprogramm KitaPlus eine Förderung von Konzepten für bedarfsgerechte Betreuungszeiten. Diese können von einer Ausweitung der Öffnungszeiten pro Wochentag, über Betreuungsmöglichkeiten am Wochenende und an Feiertagen bis hin zu einem Betreuungsangebot reichen, das auch Nachtzeiten umfasst – gerade für Frauen im Einzelhandel, im Krankenhaus oder Sicherheitsgewerbe eine wichtige Unterstützung.

Dennoch bleibt noch viel zu tun! Wir kämpfen weiter für das Lohngleichheitsgesetz – das Prinzip „Gleicher Lohn für Gleiche Arbeit“ muss endlich auch im Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Mitarbeitern eines Betriebes gelten! Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamts verdienten Frauen im Jahr 2014 durchschnittlich 21,6 Prozent weniger als Männer. Rechnet man den Prozentwert in Tage um, arbeiten Frauen 79 Tage, vom 1. Januar bis zum 19. März 2016, umsonst. Echte Gleichstellung sieht anders aus.

Zu Gast bei der Diskussionsrunde in der Box66.

Zu Gast bei der Diskussionsrunde in der Box66.

Darum: Am 19.3. ist Equal Pay Day! Lasst uns einen Tag vorher gemeinsam vor dem Brandenburger Tor auf diesen Missstand aufmerksam machen! Der DGB, der Deutsche Frauenrat und der Sozialverband Deutschland rufen am 18. März 2016 zwischen 12 und 13 Uhr zu einer gemeinsamen Kundgebung am Pariser Platz auf.

Lasst uns gemeinsam für mehr Gerechtigkeit kämpfen! Wir sehen uns dort!

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