Die Bundesregierung hat heute den Jahreswirtschaftsbericht für das Jahr 2022 vorgestellt. Darin informiert sie das Parlament und die Bürger*innen über die derzeitige konjunkturelle Lage, die Wirtschaftsaussichten für das Jahr 2022 und besondere Schwerpunkte, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in den kommenden Monaten angehen will. Meine Kollegin Verena Hubertz, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und zuständig für den Bereich „Wirtschaft“ hat in ihrer Rede zum Jahreswirtschaftsbericht 2022 den Nagel auf den Kopf getroffen: Ökonomie und Ökologie schließen sich nicht aus. Zwar können wir im Jahr 2022 mit einem Wirtschaftswachstum von 3,6% rechnen, doch das ist nicht der einzige Parameter, auf den wir schauen müssen.

Es gibt einen Mangel an bestimmten Ressourcen, an Zeit, an Fachkräften und derzeit auch noch an sauberer Energie. Um diesen Problemen Herr zu werden, müssen wir so schnell wie möglich die Weichen stellen. Das gilt auch in Sachen Einkommensgerechtigkeit. Noch immer verdienen in Deutschland Frauen für die gleiche Arbeit weniger als Männer.

Neben diesen strukturellen Aufgaben werden wir 2022 auch immer noch mit Corona-spezifischen Problemen zu kämpfen haben. Die Lieferengpässe weltweit in Verbindung mit den rasant gestiegenen Energiepreisen werden insbesondere im ersten Halbjahr 2022 zu hohen Inflationsraten führen. Doch die Bundesregierung ist sich sicher: In der zweiten Jahreshälfte werden sich diese Probleme verringern.

Auch wenn die Herausforderungen der Zukunft groß sind, so bietet die sozial-ökologische Transformation unserer Wirtschaft auch eine Chance. Eine Chance auf neue und gute Jobs, auf Städte mit intelligenten und klimafreundlichen Mobilitätskonzepten und die Möglichkeit, neue Industriezweige verteilungsgerechter zu gestalten.

 

 

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