Anlässlich des Krebsaktionstages am 22.02.2020 möchte ich mich als Mitglied des Kuratoriums der Berliner Krebsgesellschaft e.V. für Krebs-Patient*innen und ihre Angehörigen stark machen. Ich möchte auch an alle appellieren, sich mit dem Thema Krebs und vor allem den Präventionsmöglichkeiten frühzeitig auseinanderzusetzen.

Mittlerweile – und das ist erschreckend -, kennt jede*r Einzelne in ihrem oder seinem näheren Umfeld eine Person, die an Krebs erkrankt ist. Die Fallzahl ist hoch. Für die Bundesrepublik kündigt das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) einen Anstieg der jährlichen Neuerkrankungen von derzeit 500.000 auf etwa 600.000 Fälle an. Deshalb ist unter anderem auch die Früherkennungsuntersuchung eine wichtige Präventionsmaßnahme, die zu mehr Aufklärung und schnellem wirkungsvollen Handeln führen kann.

Auch die EU-Kommission stellt sich dem Kampf gegen den Krebs. Bis zum Jahresende 2020 soll mit einem ausgearbeiteten Plan unter anderem die Frühdiagnose mittels künstlicher Intelligenz, der wissenschaftliche und technische Datenaustausch verbessert sowie eine bessere Versorgung bereitgestellt werden. Ergebnisse der Gespräche mit Betroffenen, Politiker*innen, Mediziner*innen und Vertreter*innen von Nichtregierungs- und Interessenorganisationen sollen auch in den Entwurf des europäischen Krebsbekämpfungsplans einfließen. Auf EU-Ebene sind die Zahlen teilweise noch alarmierender, die Versorgung in den Mitgliedsstaaten zeigt unterschiedlichste Qualität und Standards auf. Insgesamt könnten 40 Prozent der Krebsfälle durch eine angemessene Präventionsarbeit vermieden werden.

Der 9. Krebsaktionstag findet im Rahmen des 34. Deutschen Krebskongresses im CityCube der Messe Berlin statt. Hier können sich Betroffene, Angehörige und Interessierte in Vorträgen über verschiedene Arten von Krebs, Neuheiten in der Krebsmedizin und Präventionsmöglichkeiten informieren. Weitere Informationen findet Ihr hier.

 

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