Nach über neun Monaten Haft wurde Louisa Hanoune, die Generalsekretärin der algerischen Arbeiterpartei (PT), endlich freigesprochen. Am 11. Februar 2020 wurde ihre Strafe durch das Militärtribunal in der Stadt Blida von zunächst 15 Jahren auf neun Monate reduziert. Louisa ist nun endlich frei und kann sich medizinisch behandeln lassen. Ihr gesundheitlicher Zustand hatte sich zuletzt stark verschlechtert.

Viele Menschen in Algerien, aber auch weltweit haben sich in den vergangen Monaten solidarisch gezeigt und für die Freilassung von Louisa Hanoune engagiert. Nun wurde deutlich, dass sich ein solcher Einsatz lohnt. Louisa Hanounes Freilassung ist ein Grund aufzuatmen. Doch die politische Lage in Algerien ist auch weiterhin angespannt und noch immer befinden sich wegen ihrer Meinung Verhaftete in den algerischen Gefängnissen. Deshalb gilt unsere Forderung auch weiterhin: Alle vom Regime wegen ihrer Meinung Verhafteten müssen frei kommen!

Mehr über die politische Situation Algeriens erfahrt Ihr am 17.02.2020, ab 19 Uhr im Rathaus Charlottenburg. Dort laden das Kinder- und Jugendparlament in Charlottenburg-Wilmersdorf, die Arbeitsgemeinschaft für Arbeiternehmer*innenfragen (AfA) und die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) aus Charlottenburg-Wilmersdorf zu einer Solidaritätsveranstaltung ein.

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