Frauen haben noch immer nicht die gleichen Chancen wie Männer und sind in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft weiterhin unterrepräsentiert. Laut der Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) waren im Herbst des vergangenen Jahres in den 200 umsatzstärksten Unternehmen in Deutschland nur 101 von 878 Vorstandsmitgliedern Frauen – ein Anteil von rund 12% und damit deutlich zu wenig! Mit nur gut einem Prozentpunkt mehr als im Jahr zuvor fehlt es auch an Entwicklung in dieser Frage.

Um das zu bekämpfen hat das Bundeskabinett die Frauenquote für Vorstände auf den Weg gebracht. Verabschieden wir im Bundestag im Laufe des Jahres den entsprechenden Gesetzentwurf, müssen börsennotierte und paritätisch mitbestimmte Unternehmen mit einem mindestens vierköpfigen Vorstand künftig eine Frau in ihrer Runde haben.

Positiv zu erwähnen ist die Entwicklung in den Aufsichtsräten: Die Studie der DIW zeigt, dass der Frauenanteil weiter steigt. In der Gruppe jener 107 Unternehmen, für die seit einigen Jahren bereits die verbindliche Geschlechterquote von 30 Prozent im Aufsichtsrat gilt, steigt sie sogar auch dann, wenn die Vorgabe bereits erfüllt ist. Verbindliche Vorgaben wirken. Studien zeigen zudem, dass sich dies auch positiv auf die Arbeitsweise der Kontrollgremien auswirkt und Interaktion, Diskussion sowie Entscheidungsfindung profitieren. Letztendlich ist Geschlechtergerechtigkeit eben ein Gewinn alle!

Hier geht es zur DIW-Studie.

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