Zeit, Geld und Macht sind zwischen den Geschlechtern noch immer nicht gerecht verteilt. Vor allem in Führungspositionen sind Frauen deutlich unterrepräsentiert. Die Hälfte der Bevölkerung ist viel zu gering in der Wirtschaft und ihren führenden Gremien vertreten.

Als SPD haben wir lange für eine verbindliche Vorstandsquote gekämpft. Denn für uns ist klar: Die gläsernen Decken müssen weg. Von allein lösen sich Männerclubs nicht auf – das zeigt die Erfahrung und das zeigen Studien. Wir haben nicht locker gelassen und wieder einmal zeigt sich, dass sich kämpfen lohnt.

Künftig gilt für große börsennotierte und paritätisch mitbestimmte Unternehmen mit mehr als 2.000 Beschäftigten: In Vorständen mit mehr als drei Mitgliedern muss mindestens ein Platz mit einer Frau besetzt werde. Reine Herrenvereine sind damit passé.

Kleinere Unternehmen müssen in Zukunft begründen, warum sie nicht für mehr Geschlechtervielfalt in ihren Vorständen sorgen. Wer sich dies nicht zum Ziel setzt, soll sanktioniert werden können. Schluss mit der Zielgröße Null!

Mit diesem Gesetz legen wir eine weitere gläserne Decke in Scherben. Denn auch für Unternehmen mit Mehrheitsbeteiligung des Bundes werden eine Aufsichtsratsquote von mindestens 30 Prozent und eine Mindestbeteiligung in Vorständen eingeführt.

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