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Die Berliner Zahlen bieten wenig Anlass zu Optimismus. Das sieht auch Finanzsenator Nussbaum so und rechnet in den kommenden Jahren mit erheblichen Steigerungen bei der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Und so sieht sein Entwurf für den Haushaltsplan eine Erhöhung der dafür vorgesehenen Mittel sowohl in 2014 als auch in 2015 vor. In 2015 muss eine Summe von 480 Millionen Euro aufgebracht werden. Im Jahre 2007 belief sie sich noch auf die Hälfte.
Nach Einschätzung der Berliner Sozialverwaltung lebt in Berlin jeder 20. der über 65-Jährigen von der Grundsicherung, Tendenz steigend. Wenn sich die Situation für den Rest Deutschlands augenscheinlich günstiger darstellt – so ist hier jeder 50. betroffen –, gibt es dennoch keinen Grund, sich zurückzulehnen. Gebrochene Erwerbsbiografien, längerer Hartz-IV-Bezug, niedrige Einkommen und die letzten Rentenreformen gehen eine unheilige Allianz ein. Nach geltender Rechtslage muss ein Durchschnittsverdiener 34 Jahre Rentenbeiträge zahlen, um eine Rente in Höhe der Grundsicherung zu erhalten. Die dritte Säule der Alterssicherung, die private Altersvorsorge, erweist sich als brüchig, wenn es darum geht, die drohende Rentenlücke zu schließen. Nur fünfzehn Prozent der Menschen, die es nötig hätten, verfügen über einen Riester-Vertrag. Niedrige Einkommen lassen diese zusätzliche finanzielle Belastung nicht zu. Die Lösung kann nur darin bestehen, die gesetzliche Altersversorgung zu stärken. Immerhin hat die OECD der umlagebasierten gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland attestiert, eines der krisensichersten Rentensysteme überhaupt zu sein.

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