Im Alter von 77 Jahren ist unser hoch geschätzter Abteilungsgenosse Jens Fischer verstorben. Jens war ein wichtiger Teil der Abteilung 61 und der SPD Friedrichshain-Kreuzberg. Jens war bis zu seinem Tod aktives Mitglied unserer Partei. Noch Ende Februar wurde er zum Beauftragten für innerparteiliche Bildung seiner Abteilung gewählt. Im nächsten Jahr hätte er ein besonderes Parteijubiläum gefeiert: 50 Jahre Mitglied der SPD.

Jens hat in seinem beruflichen und politischen Leben zahlreiche Spuren hinterlassen. Er arbeitete lange für zwei große sozialdemokratische Regierungschefs, Helmut Schmidt und Manfred Stolpe. Jens hat darüber hinaus in besonderer Weise und ganz konkret am Überwinden der innerdeutschen Teilung mitgewirkt. Mitte der 1990er Jahre beteiligte er sich am Kauf eines Tochterunternehmens des ehemaligen Textilmaschinen-Kombinats der DDR und rettete so zahlreiche Arbeitsplätze vor der Liquidation durch die Treuhand.

Nach dem Ende seines Arbeitslebens widmete sich Jens vermehrt sozialen und ehrenamtlichen Tätigkeiten. Er wurde Aufsichtsrat des Potsdamer Oberlin-Hauses und war seit 2006 Kuratoriumsvorsitzender der Diakonie-Stiftung Lazarus.

Ich habe die Energie von Jens immer bewundert. Wie er sich auch nach seinem beruflichen Leben vielfältig und zahlreich ehrenamtlich engagiert hat, ist vorbildlich gewesen. Die Gespräche mit ihm, den Austausch an Erfahrungen habe ich stets als wertvolle Bereicherung und hilfreich für meine politische Arbeit empfunden. Er wird mir immer als vorbildlicher und unermüdlicher Streiter für Solidarität und soziale Gerechtigkeit in Erinnerung bleiben.

Meine Gedanken sind bei allen Menschen, die Jens nahe standen und um ihn trauern.

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