Der nominale Steuersatz für Unternehmen ist in den letzten Jahren weltweit gesunken. Es entstand ein Wettbieten zwischen den Ländern nach dem Motto: Je niedriger unsere Steuern, desto mehr Unternehmen investieren in unser Land.

Dabei wird jedoch nicht beachtet, dass die Bedeutung der Gewinnsteuerbelastung auf Unternehmensinvestitionen nachrangig gegenüber anderen Standortfaktoren ist. Konjunkturaussichten, Absatzmärkte, qualifizierte Arbeitskräften, Infrastruktur und Rechtssicherheit spielen für Unternehmen meist eine größere Rolle bei der Wahl des Standortes als geringere Gewinnsteuersätze. Der neuveröffentlichte Steuermythos zeigt dies in klarer und verständlicher Form auf.

Bei Unternehmenssteuersenkungen folgen nicht wie oft behauptet mehr Realinvestitionen mit Beschäftigungseffekten. Niedrige Steuersätze fördern vor allem Gewinnverschiebung und Finanzspekulationen.

Das lässt sich gut am Beispiel USA aufzeigen. Donald Trumps Politik beinhaltet eine massive Senkung der Unternehmenssteuersätze. Allerdings haben die Steuersenkungen für Unternehmen in den USA vorläufigen Ergebnissen zufolge tatsächlich kaum einen Effekt auf Investitionen, Wachstum, Beschäftigung oder Löhne gehabt. Stattdessen flossen sie überwiegend in die Taschen derjenigen, die Unternehmensanteile besitzen, wie etwa durch Aktienrückkäufe.

Den kompletten Mythos gibt es hier.

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