Anlässlich des diesjährigen Black Friday wenden wir, Parlamentarier*innen aus der ganzen Welt, uns an Amazon CEO Jeff Bezos und fordern: Stehlen Sie sich nicht aus ihrer Verantwortung, zeigen Sie mehr Respekt für Ihre Beschäftigten, die Gesellschaft und unseren Planeten! #MakeAmazonPay!

Amazon ist einer der größten Profiteure der Corona-Krise. Doch während das Vermögen von Jeff Bezos Stunde um Stunde um Millionen US-Dollar anwächst, hat der Konzern die im März für seine Beschäftigten gewährte Zulage in Höhe von zwei Euro pro Stunde Ende Mai wieder gestrichen.

Steuervermeidung, Behinderung von Betriebsräten und Gewerkschaftsarbeit und rücksichtsloses Profitstreben sind nur einige Charakteristika der Unternehmenskultur von Amazon. Die Beschäftigten bei Amazon arbeiten weltweit unter untragbaren Arbeitsbedingungen und werden enormem Druck ausgesetzt. Manager werden dahingehend ausgebildet, Gewerkschaftsarbeit frühzeitig im Keim zu ersticken. Erst jüngst wurde bekannt, dass Amazon seine Mitarbeiter*innen überwacht. Dieser Praxis müssen wir einen Riegel vorschieben.

Auch in Deutschland weigert sich Amazon weiterhin vehement den Flächentarifvertrag für den Einzel- und Versandhandel anzuerkennen. Die Gewerkschaft ver.di und die Beschäftigten kämpfen bereits seit Jahren für faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Mit mehreren Streikaktionen haben sie in den letzten Tagen erneut Druck ausgeübt, doch Amazon bewegt sich kein Stück.

Wie man die Rechte seiner Beschäftigten so mit Füßen treten kann, ist für mich absolut unbegreiflich. Als Arbeitgeber und Großkonzern hat Amazon nicht nur die rechtliche, sondern auch moralische Pflicht, Verantwortung zu übernehmen. Diese Menschen stehen tagtäglich für das Unternehmen auf und arbeiten hart. Es ist ihr gutes Recht, dafür auch faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen zu fordern. Zu lange wurde ihnen nicht zugehört, das muss sich ändern!

Weitere Informationen zu der Kampagne und den offenen Brief in seinem Wortlaut findet ihr hier.

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