Seit Wochen bestimmt das Thema Impfpflicht unsere öffentlichen Debatten. Es ist ein sensibles und komplexes Thema. Daher ist es umso wichtiger, dass wir am Mittwoch, 26.01.2022 im Plenum des Deutschen Bundestags eine offene Debatte ohne Fraktionszwang zu diesem Thema geführt haben.

Eine solch elementare Gewissensfrage sollte aus der Mitte des Parlaments heraus gelöst werden. Umso mehr habe ich mich über den größtenteils konstruktiven Austausch von Argumenten in der Debatte gefreut. Allen Abgeordneten, die in dieser Sache eine konstruktive Position bezogen haben, will ich herzlich danken. Gleichzeitig macht es betroffen zu sehen, dass einige Redner*innen ihre wertvolle Redezeit für parteipolitische Profilierung oder sogar irreführende Falschinformationen missbraucht haben.

In diesen Tagen erreichen mich immer noch unzählige Schreiben von Bürger*innen, die eine Pflicht zur Impfung mit großer Sorge sehen. Diesen Menschen will ich antworten: Wir machen uns diese Entscheidung wirklich nicht leicht. Wir werden in dieser Frage von hervorragenden wissenschaftlichen Expert*innen aus Medizin, Recht und Ethik beraten. In den nächsten Tagen wird sich zeigen, welche Modelle und Ideen ihren Weg in einen schriftlichen Gruppenantrag finden. Nur aufgrund dieser konkreten Konzepte können wir eine Entscheidung treffen. Und ich bin mir sicher: Wir werden eine Lösung finden, die verhältnismäßig und wirksam ist.

X