Noch immer sind Frauen in den Parlamenten im Bund und in den Ländern unterrepräsentiert. Dieser Verfassungsbruch in Permanenz muss ein Ende finden! In Niedersachsen haben deshalb zahlreiche prominente Frauen am 26.01.2022 einen Aufruf für ein paritätisches Wahlrecht in Niedersachsen an den Ministerpräsidenten Stephan Weil übergeben.

Im Niedersächsischen Landtag beträgt der Frauenanteil rund 29 %, in der Landeshauptstadt Hannover liegt der Anteil der Frauen im Rat bei nur 33 %. Dieses Demokratiedefizit wollen die Erstunterzeichnerinnen des Aufrufs, darunter Heidi Merk, Ministerpräsidentin a.D., nicht länger hinnehmen. Sie fordern als Frauennetzwerk „Perspectiva“ (eine Gruppe von erfahrenen, in Gleichstellungsfragen engagierten Frauen) ein paritätisches Wahlgesetz sowohl für die Landtags- als auch für die Kommunalwahlen in Niedersachsen.

Es geht um eine Selbstverständlichkeit: die paritätische Verteilung von Macht. Denn noch immer sind Macht, Zeit und Geld zwischen den Geschlechtern ungleich verteilt. Dass Frauen oft genug für Selbstverständlichkeiten kämpfen müssen, mussten viele Frauen vor uns bereits schmerzlich erfahren, wurden aber auch mit Erfolgen belohnt. Doch auch wenn das aktive Wahlrecht für Frauen längst eine Selbstverständlichkeit ist, ist die Chancengleichheit beim passiven Wahlrecht noch immer nicht gewährleistet. Frauen sind in den Parlamenten dieses Landes immer noch unterrepräsentiert.

Ich freue mich sehr über die Initiative aus Niedersachsen und kämpfe weiterhin an der Seite von so vielen tollen Frauen für Parität in allen Parlamenten!

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