Im kommenden Monat, am 25. Mai diesen Jahres, steht mit der Europawahl eine richtungsweisende Entscheidung für die Entwicklung der Europäischen Union in den nächsten Jahren an. Eines der wichtigsten Themen, wenn es um Europa und die Zukunft der Europäischen Union geht, ist die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, vor allem in den südeuropäischen Staaten. Während die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland Ende des Jahres 2013 bei 7,4% lag, ist die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen in Südeuropa seit Beginn der europäischen Finanzkrise in exorbitante Höhen gestiegen: In Spanien etwa betrug die Jugendarbeitslosigkeit im Dezember des vergangenen Jahres 54,3%, in Italien lag die Zahl bei 41,6%. In Griechenland sind sogar 59,2% aller unter 25 jährigen arbeitslos.

Die seit Beginn der Finanzkrise steigenden Arbeitslosenzahlen im südeuropäischen Raum sind auf den Einbruch der Produktion und die in der Konsequenz getroffenen Sparmaßnahmen zurückzuführen. So brach etwa die griechische Wirtschaftsleistung zwischen den Jahren 2008 und 2013  um nahezu ein Drittel ein. Auch Spanien und Italien hatten in dieser Zeit deutliche Rückgänge in ihrer Wirtschaftsleistung zu verzeichnen. Damit einhergehend hat es in diesem Zeitraum in den betroffenen Staaten Massenentlassungen sowie gravierende Einschnitte in den Sozialleistungen gegeben.

Der Rückgang der Wirtschaftsleistung und die damit verbundenen sozialen Einschnitte betreffen die Jugend in den jeweiligen Staaten ganz unmittelbar. Auch für gut ausgebildete Jugendliche ist es durch die prekäre soziale Lage in den Staaten beinahe unmöglich geworden, einen Arbeitsplatz und somit den Berufseinstieg zu finden. Dies wiederum führt dazu, dass immer mehr gutausgebildete Jugendliche ihre südeuropäischen Heimatländer auf der Suche nach einem Arbeitsplatz verlassen und die betroffenen Länder jegliche Perspektive auf einen Ausweg aus der Krise verlieren.

Der Entwicklung der sinkenden Wirtschaftsleistung und den damit einhergehenden steigenden Jugendarbeitslosenzahlen, insbesondere in den südeuropäischen Ländern, muss entgegengesteuert werden. So ist im Wahlprogramm der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE) formuliert, dass„Arbeitsplätze für junge Menschen zu schaffen eine der prägenden Herausforderungen“ ist. Darum wird im Programm auch bekannt:

„Im Herzen unserer Beschäftigungsstrategie steht die vollständige Umsetzung unseres Plans für eine Jugendgarantie“.

Ziel der Jugendgarantie ist es, dass alle Jugendlichen unter 25 Jahren innerhalb von vier Monaten nach Abschluss ihrer Ausbildung oder nachdem sie arbeitslos geworden sind, ein konkretes qualitativ hochwertiges Angebot erhalten.

Ich bin überzeugt davon, dass Martin Schulz  der richtige Präsident der EU-Kommission ist, um der angespannten konjunkturellen und sozialen Lage in der Europäischen Union mit konkreten Maßnahmen entgegenzutreten und Europa aus der Krise zu führen. Er wird dem Problem der steigenden Jugendarbeitslosigkeit, vor allem in den südeuropäischen Staaten, mit Courage entgegentreten. Aus diesem Grunde werbe ich um Ihre Stimme für die Sozialdemokratische Partei Europas am 25.Mai bei der Europawahl.

Dieser Text erschien als Blogbeitrag auf www.wahl.de

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