Die vom Ryanair-Management angekündigte Schließung des Standortes Bremen ist unhaltbar. Ryanair muss die Schließungspläne unverzüglich zurücknehmen und an den Verhandlungstisch mit ver.di zurückkehren.

 

Am vergangenen Freitag haben an den Flughäfen in Frankfurter und Berlin Ryanair-Flugbegleiter*innen demonstriert. Das Kabinenpersonal des Unternehmens befindet sich derzeit immer wieder und europaweit im Streik. Ziel ist es, gegen die Geschäftsführung die Grundstandards eines ordentlichen Arbeitsverhältnisses durchsetzen – zum Beispiel eine Personalvertretung und ein geregeltes, existenzsicherndes Einkommen.

 

Ryanair versucht nicht einmal darüber hinwegzutäuschen, dass die Ankündigung der Schließung des Standortes Bremen unmittelbar mit den letzten Streiks in Verbindung steht. Die Zukunft von bis zu 90 Flugbegleiter*innen steht hier auf dem Spiel – was für ein verantwortungsloses Verhalten!

 

Die Beschäftigten erhalten lediglich eine 5-Tages-Frist, sich zu entscheiden, ob und wenn ja an welchen anderen Standort in Europa sie versetzt werden wollen. Das Verhalten von Ryanair verbreitet Unsicherheit und Angst, außerdem setzt es die Flugbegleiter*innen massiv unter Druck.

 

Einschüchterungen und Schließungspläne müssen sofort aufhören.

Als Patin der ver.di-Tarifkommission unterstütze ich den Arbeitskampf und die Forderungen der Flugbegleiter*innen nach garantierter Arbeitsplatzsicherheit und einer substanziellen Entgeltsteigerung, die das Einkommen existenzsichernd und planbar macht. Ryanair muss mit den Flugbegleiter*innen und ver.di wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren und sein inakzeptables Verhalten stoppen. Ryanairs Raubtierkapitalismus, ausgetragen auf den Rücken der Arbeitnehmer*innen, muss endliche ein Ende haben.

Ryanair muss endlich beginnen Personalvertretungen zu zulassen, und sich an deutsches Arbeitsrecht sowie den Arbeitnehmerschutz zu halten. Andernfalls ist ein Entzug der Start- und Landerechte zu erwägen.

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