Am 15. Oktober 2020 demonstrierten Berliner Gebäudereiniger*innen mit ihrer Gewerkschaft IG BAU für höhere Löhne in der Branche. IG BAU und Arbeitgeber*innen kommen am 20.10.2020 in Köln zur dritten Verhandlungsrunde im Rahmen der Lohntarifverhandlungen zusammen. Seitens der Arbeitgeber*innen liegt aber immer noch kein Angebot vor. Deshalb sind wir gemeinsam, wie bereits im vergangenen Jahr, zur Gebäudereinigerinnung in Berlin gezogen.

Die Corona-Pandemie hat noch einmal ganz deutlich gezeigt: Gebäudereiniger*innen sind systemrelevant! Die unverzichtbare Arbeit und der tagtägliche Einsatz der Gebäudereiniger*innen muss echte Anerkennung erfahren, die sich auszahlt! Deshalb fordern Gewerkschaft und Beschäftigte einen Branchenmindestlohn von 12 Euro. Unter schwierigsten Bedingungen bewältigen sie die Mehrbelastung während der Pandemie und leisten Enormes. Ob in Schulen, Krankenhäusern oder Büros, die Beschäftigten sind stets zur Stelle und halten wichtigste Institutionen des öffentlichen Lebens am Laufen. Sie müssen nun auch die Wertschätzung erhalten, die sie verdienen.

Mit dabei waren auch Vertreter*innen der Berliner Initiative „Schule in Not“, die sich für eine saubere Lern- und Arbeitsumgebung in Schulen engagiert. Die verbindliche Vorgabe von Standards bei der Vergabe der Reinigungsaufträge an Schulen schafft nicht nur verbesserte Lernbedingungen für Schüler*innen und Lehrer*innen, sondern auch verbesserte  Arbeitsbedingungen für Gebäudereiniger*innen. Sechs Bezirke (Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Pankow, Tempelhof-Schöneberg, Neukölln und Steglitz-Zehlendorf) haben sich zu einer Rekommunalisierung der Schulreinigung bereits bereiterklärt. Die Rekommunalisierung bleibt ein wichtiges Anliegen, für das wir uns weiter, auch in anderen Bereichen, einsetzen.

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