Dieses Jahr begann meine traditionelle Sommertour mit einem Besuch im Bildungszentrum Kreuzberg der GFBM – der gemeinnützigen Gesellschaft für berufsbildende Maßnahmen. Die GFBM ist arbeitsmarktpolitische und soziale Beratungsstelle sowie Dienstleisterin zugleich. Im Bildungszentrum in der Graefestraße werden junge Menschen zum/r KfZ-Mechatroniker/in – die Schweißer-Maske konnte ich gleich mal ausprobieren – oder zum/r Tischler/in ausgebildet. Von der Arbeitsagentur oder Jobcenter geförderte Menschen können sich hier auch in beiden Berufen umschulen lassen. An anderen Standorten bietet die GFBM gGmbH auch Sprach- und Integrationskurse für Geflüchtete an. Der Besuch bestätigte mich in meiner Einschätzung: Wenn man Menschen die Angebote macht, werden diese in der Regel auch angenommen – auch ohne Sanktionsandrohungen.

Anschließend besuchte ich das Quartiersmanagement Wassertorplatz (http://www.quartiersmanagement-wassertorplatz.de/). Im Gespräch mit dem QM-Team und Herrn Ralf Hirsch von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt informierte ich mich über die Situation im Quartier, das zu den ärmsten Vierteln Berlins gehört. Vor diesem Hintergrund erscheint die geleistete Arbeit umso wertvoller. Wir vereinbarten, auch künftig im regen Austausch zu bleiben, damit ich laufende und geplante Projekte des QM unterstützen kann.

An meinem zweiten Tag startete ich mit einem großen Rundgang durch das FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum. Das FHXB-Museum ging aus der Fusion der beiden Heimatmuseen von Kreuzberg und Friedrichshain hervor und feiert am kommenden Samstag schon sein 25-jähriges Bestehen! Der Leiter Martin Düspohl und seine Kollegin Ulrike Treziak informierten mich über ihre Arbeit und führten mich auf drei Etagen durch die spannenden Ausstellungen. Die Führung war für mich zugleich eine Reise in meine persönliche Vergangenheit, denn einige Exponate und Fotos riefen bei mir Kindheitserinnerungen wach. Da waren viele Gesichter und Geschichten dabei, die ich noch aus meiner eigenen Kindheit und Jugend kenne. Mein Veranstaltungstipp für Samstagabend: 25. Jubiläumsfeier des FHXB-Museums: www.fhxb-museum.de/.

Der zweite Besuch führte mich heute zur Streetunivercity Berlin (SUB). Diese besondere „Universität“ ist ein freier Träger für außerschulische Bildung. Jugendliche von 15-25 Jahren können sich hier ausprobieren und in den „Studiengängen“ Politik & Gesellschaft, Straßenkultur, Kompetenz, Kunst & Medien sowie Sport studieren. Wer den über zweimonatigen Lehrgang beendet und genügend Punkte gesammelt hat, ist diplomierter StreetMaster! Das Diplom ist eine sinnvolle Ergänzung bei Bewerbungen für eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle. SUB nimmt für das in Kürze beginnende Semester 25 Jugendliche auf: www.streetunivercity.de.

DSC09035

 

X