Zum zweiten Mal in Folge bestimmt die Pandemie die Lage am 1. Mai. Auch wenn nicht in gleicher Weise demonstriert werden kann, stehen heute Solidarität und Einsatz für die Rechte aller Arbeitnehmer*innen im Mittelpunkt.

Wie ein Katalysator hat die Krise bestehende Ungleichheiten verschärft und prekäre Arbeitsbedingungen offengelegt. Es ist heute wichtiger denn je, solidarisch an der Seite aller Arbeiter*innen zu stehen und gemeinsam mit ihnen für echte Mittbestimmung, gute Löhne und faire Arbeitsbedingungen zu streiten.

Die Pandemie hat gezeigt, dass echte Sozialpartnerschaft auf Augenhöhe immer noch nicht die Realität ist. Was die Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegebereich leisten, ist unglaublich – und dennoch gibt es immer noch Parteien und Arbeitgeber*innenverbände, die ihnen eine faire Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen verweigern wollen.

Es ist bei weitem kein Einzelfall und zeigt, dass der Kampf für echte Fairänderung von Beschäftigungsbedingungen für alle Arbeitnehmer*innen weitergehen muss.

Da sind zum Beispiel die tausenden Beschäftigten der IG Metall, die im Osten Deutschlands auch über 30 Jahre nach der Wiedervereinigung noch immer für die Angleichung ihrer Löhne kämpfen müssen. Die SPD steht hier solidarisch an der Seite aller Streikenden!

Was ist mit den oft prekären Arbeitsbedingungen in der Plattformökonomie? Auch hier gibt es zahlreiche Unternehmen, die in der Pandemie auf dem Rücken der Beschäftigten Profite gemacht haben und sie nicht teilen wollen. Viel zu viele Kolleg*innen werden in der Scheinselbstständigkeit mit prekären Löhnen zurückgelassen. Das muss ein Ende haben, es darf keine digitalen Tagelöhner*innen geben!

Der Arbeitskampf geht mit der Zeit.  Die Sozialdemokratie und Gewerkschaften stehen vor vielen neuen Herausforderungen. Doch wir sind Viele, wir sind kreativ und vor allem sind wir solidarisch! Das gilt nicht nur heute am 1. Mai, das gilt jeden Tag!

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