Am 20. Oktober 2020 haben Männer so viel verdient, wie Frauen erst am Ende des Jahres!

Jedes Jahr wird am Tag der betrieblichen Entgeltgleichheit auf die bestehende, die immer noch bestehende Ungleichheit bei Lohn und Gehalt zwischen Männern und Frauen aufmerksam gemacht. Denn Frauen verdienen über alle Berufe, Branchen und Beschäftigungsformen hinweg durchschnittlich 21 Prozent weniger als Männer.

Dass die Entgelte in Berufen mit einem hohen Frauenanteil oft geringer ausfallen, kann nur Teil einer Erklärung sein. Nach aktueller Auswertung des Portals Lohnspiegel.de verdienen Frauen trotz gleicher Berufswahl und gleichem Erfahrungsschatz oftmals weniger. Dazu kommt, dass Frauen kaum Führungspositionen innehaben und unbezahlte Sorgearbeit nach überkommenen Rollenbildern ungleich verteilt ist.

Auf dem Weg, die Entgeltlücke zu schließen, haben wir bereits einiges getan. Vor zwei Jahren haben wir das Entgelttransparenzgesetz beschlossen. Dieses enthält einen gesetzlichen Anspruch auf Auskunft über die Entlohnung. Doch wir müssen weiter kämpfen, damit Frauen auch in kleineren Betrieben Auskunft über die dortige Entlohnung erhalten. Über die Ausweitung der Instrumente des Entgelttransparenzgesetzes hinaus brauchen wir partnerschaftliche Arbeitsmodelle und verbesserte Kinderbetreuung.

Wir setzen uns weiter dafür ein, dass dieser Tag bald Geschichte sein wird.

 

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