200.000 Menschen türkischstämmiger Herkunft leben derzeit in Berlin. Mehr als die Hälfte von ihnen besitzt mittlerweile die deutsche Staatsbürgerschaft. Nichtsdestotrotz werden Menschen türkeistämmiger Herkunft nicht überall als gleichberechtigter Teil der Gesellschaft anerkannt.

Der Türkische in Bund Berlin-Brandenburg e.V. (TBB) mit Sitz in meinem Wahlkreis, im Herzen von Kreuzberg, versteht sich als ihr Vertreter und kämpft für eine bessere Teilhabe der in Berlin lebenden Türkeistämmigen. Mit seinen 30 Mitgliedsvereinen hat er es sich zum Ziel gemacht, dafür zu kämpfen, dass Berlinerinnen und Berliner mit türkischem Migrationshintergrund die Zukunft Berlins und der Bundesrepublik maßgeblich und gleichberechtigt mitgestalten können.

Der TBB setzt sich aber auch für Menschen aus anderen Herkunftsländern ein. Im seinem Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin werden Menschen mit Diskriminierungserfahrung beraten und bei Gerichtsverfahren unterstützend begleitet. Auch die Berliner Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung richtet sich nicht nur an Menschen mit türkischem Migrationshintergrund. Hier erhalten alle Hilfesuchenden Unterstützung auf ihrem Weg hin zu einer Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Berufs- und Bildungsabschlüsse.

Bei meinem Besuch der Geschäftsstelle des TBB habe ich mich über ihre Arbeit sowie die laufenden Projekte informiert. Im Gespräch haben wir über Themen wie den Stand des NSU-Prozesses und die Situation geflüchteter Menschen in Berlin diskutiert.

Eins der zentralen Projekte für die kommende Zeit, das mir beim TBB vorgestellt worden ist, sind die Wahlprüfsteine anlässlich der im Herbst bevorstehenden Wahlen zum Abgeordnetenhaus und den Bezirksverordnetenversammlungen. Mit den Antworten, die in Kürze veröffentlicht werden, soll eine Aufklärungskampagne durchgeführt werden, die die Wahlbeteiligung insbesondere unter türkeistämmigen Wählern erhöhen soll.

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