Eine gute Gesundheitsversorgung gibt es nur mit guten Arbeitsbedingungen, ausreichend Zeit und Personal. Die Corona-Krise hat die Probleme des Personalmangels in den Krankenhäusern sichtbarer gemacht als je zuvor. Die Beschäftigten der Berliner Krankenhäuser der Charité und von Vivantes kämpfen deswegen für einen Entlastungstarifvertrag und faire Bezahlung auch in den Tochterunternehmen der Krankenhäuser. Es braucht verbindliche Vorgaben zur Personalbesetzung und Belastungsausgleich bei Unterbesetzung.

Andere Kliniken in Deutschland, wie in Mainz, Jena oder in Schleswig-Holstein haben solche Tarifverträge bereits durchgesetzt – Berlin muss folgen. Deswegen unterstütze ich die von verdi organisierte Bewegung der Beschäftigten der Berliner Krankenhäuser.

Zudem gibt es nach wie vor in Tochterunternehmen von Vivantes, beispielsweise in der Reinigung, im Labor, in der Speiseversorgung, im Patiententransport und vielen weiteren Bereichen, Beschäftigte ‚zweiter Klasse‘. Alle Beschäftigten verdienen Arbeitsbedingungen und Löhne, die sich am TVöD orientieren! Am 18.6. habe ich deswegen vor Ort meine Unterstützung bei der Demonstration am Klinikum am Urban in meinem Wahlkreis verdeutlicht.

In der Pandemie ist uns allen noch einmal verdeutlicht worden, dass eine gute Gesundheitsversorgung unbezahlbar ist. Die Arbeitsbedingungen und die Belastung der Beschäftigten waren auch vor der Krise schon enorm. Es ist Zeit zu handeln.

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