Wer wohnungslos wird, der gerät schnell in einen Teufelskreis, dem man nur schwer entkommen kann. Viele Menschen in Berlin sind von Wohnungslosigkeit betroffen oder davon bedroht.

Das Diakonische Werk Berlin Stadtmitte hat nun das Projekt „Wegweiser aus der Ausgrenzung: »Ansprechen, Anerkennen, Ermutigen«“ ins Leben gerufen, welches Menschen im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg kostenfreie, freiwillige und vielfältige Hilfe anbietet, um aus der Spirale der Wohnungslosigkeit oder der Gefahr, die eigene Wohnung zu verlieren, zu entkommen. Das Projekt ist für Obdachlose gedacht, unterstützt aber zunehmend auch Flüchtlinge durch Information, Beratung und Ansprache zur Integration. Dabei geht es vor allem darum, die Probleme anzusprechen, anzuerkennen und zu ermutigen. Neben dieser kostenfreien Beratung an vier Standorten bietet das Team auch mobile Beratung zur Begleitung zu Behörden oder Beratungsstellen an.

Das Projekt wird neben vielen anderen Förderern auch von der EU unterstützt und konnte so kürzlich sechs weitere Mitarbeiter im Team begrüßen. Anfänglich war es nur dafür gedacht, eine Art Suppenküche anzubieten, jedoch gelang es der Diakonie durch weitere Forderungen an die EU ein weitaus breiteres Hilfsangebot aufzubauen. Als besonders wertvoll bei der Arbeit hat sich das große Netzwerk sozialer Einrichtungen. So kann schneller an der richtigen Stelle geholfen- und langwierige Prozesse beschleunigt werden. Vorerst ist das Projekt auf 3 Jahre begrenzt, kann aber bei erfolgreicher Umsetzung auf 5 Jahre verlängert werden.

Bei meinem Besuch am 22. März 2016 konnte ich mich vor Ort von der guten und engagierten Arbeit überzeugen. Hier wird wichtige Hilfe für die am stärksten benachteiligten Personen unserer Gesellschaft geleistet. Das Projekt, die MitarbeiterInnen und UnterstüzerInnen verdienen unsere vollste Unterstützung.

Mehr Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

 

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