Jedes fünfte Kind in Deutschland ist von Armut bedroht. Die aktuelle Ausnahmesituation mit Pandemie, Krieg und Inflation ist eine große Belastung für alle Menschen in unserer Gesellschaft. Aus diesem Grund hat das Bundeskabinett ein breit angelegtes Entlastungspaket beschlossen. Dabei geht es nicht darum, alle Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen zu entlasten, sondern die schwachen Gruppen unserer Gesellschaft gezielt und mit großer Wirkung zu unterstützen. Darüber hinaus haben wir auch das übergeordnete Ziel im Blick, die Kinderarmut in Deutschland zu beenden.

Deshalb wollen wir nun umsetzen, was wir im Koalitionsvertrag vereinbart haben: die Kindergrundsicherung!

In einem ersten Schritt wird es ab Juli einen Kindersofortzuschlag  in Höhe von 20 Euro pro Monat geben. Damit wird jenen Familien akut geholfen, die finanziell nur schwer über die Runden kommen. Es ist aber auch nur der erste Schritt zu einer echten Kindergrundsicherung.

Diese soll bestehende Leistungen für Familien bündeln und ohne komplizierte Antragsformulare berechnet und ausgezahlt werden. Vorgesehen sind zwei Bestandteile: ein garantierter, einkommensunabhängiger Betrag, auf den alle Kinder einen Rechtsanspruch haben, und ein Zusatzbetrag für diejenigen, die besondere Unterstützung brauchen. Wir gestalten damit das Kindergrundeinkommen so, dass es tatsächlich einen wirksamen Schutz vor Armut bietet.

 

Wir wissen, dass diese Krise uns allen sehr viel abverlangt. Doch wenn alle Teile der Gesellschaft ihren solidarischen Beitrag leisten, werden wir diese Krise überwinden, so wie wir alle Krisen zuvor erfolgreich überstanden haben.

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