Der Wirecard-Skandal beschäftigt uns auch weiterhin. Und es bleibt auch weiterhin spannend!

Karl-Theodor zu Guttenberg hat im Untersuchungsausschuss am 18. Dezember 2020 versucht, seine Weste in der Causa Wirecard rein zu waschen. Er stellt sich als Unternehmensberater dar, der im Ausland Übernahmen für Wirecard organisierte. Dabei hat er uns im Untersuchungsausschuss gerade so viel gesagt, dass es ihm nicht schadet.

Doch mittlerweile wissen wir: Er hat dem Ausschuss sensible Informationen vorenthalten. Entgegen seiner Aussagen hat er persönlich die Vertragskonditionen für die Beratung und Lobbyarbeit seines Unternehmens Spitzberg&Partner verhandelt. Das Honorar war letztlich erfolgsabhängig von seinem Lobbying. Außerdem veröffentlichte zu Guttenberg in der FAZ einen Artikel, um unter dem Vorwand von massiven Shortseller-Attacken für ein Leerverkaufsverbot zu werben. Begleitet von gezielten Ansprachen von Staatssekretären deutet alles auf einen gezielten Schutz des Aktienkurses von Wirecard hin. Es verwundert also nicht, dass er seinen Namensbeitrag auch entgegen seiner Beteuerungen mit dem Wirecard-CEO Markus Braun abgestimmt hat.

Darüber hinaus haben wir uns im Ausschuss vor allem mit dem Glücksspiel-Lobbying von Wirecard befasst und die Top-Banker des Landes über ihren Umgang mit der Wirecard AG und dessen Übernahmephantasien befragt.

Das Netz betrügerischer Machenschaften scheint sich immer weiter gespinnt zu haben. Deshalb bleibt noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten, der wir uns auch weiterhin mit vollem Einsatz widmen werden.

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