Die Kontaktbeschränkungen sind wichtige Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Doch nicht für alle Menschen ist das Zuhause ein sicherer Ort. Umso wichtiger ist es, insbesondere Frauen und Kindern gezielt Unterstützungsangebote zur Seite zu stellen und das Umfeld zu sensibilisieren.

Die Aktion des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) „Zuhause nicht sicher?“ macht auf häusliche Gewalt in Zeiten der Pandemie aufmerksam. Die Poster-Aktion startete gemeinsam mit 26.000 Supermärkten und Drogerien in Deutschland. Angebracht wurden die Poster mit dem Hinweis auf die Website staerker-als-gewalt.de sowie die Hilfetelefonnummer 0800 116 016 an Regalen oder der Supermarktkasse. Die Plakat-Aktion sensibilisiert einerseits und vermittelt von Gewalt betroffenen Personen den Zugang zu Hilfsangeboten. Bei der Aktion können alle mitmachen. Die Plakate können auch im Hausflur oder im eigenen Geschäft oder in der eigenen Praxis aufgehängt werden.

In vielen Ländern ist ein Anstieg der Zahlen von häuslicher Gewalt betroffenen Personen seit dem Beginn der Corona-Pandemie und den entsprechenden Maßnahmen zu verzeichnen. Dass die neuesten Zahlen zur Gewalt gegen Kinder in Deutschland keinen Anstieg zeigen, ist leider kein Grund zur Erleichterung. Denn die Dunkelziffer kann weitaus höher sein. Durch geschlossene Schulen und Kindergärten und die Kontaktbeschränkungen können Bezugspersonen wie Lehrer*innen oder Erzieher*innen, die sonst oftmals erste Ansprechpersonen sind, nicht auf die Probleme der Kinder aufmerksam werden.

Ob in Zeiten von Corona oder darüber hinaus: vor allem Kinder und Frauen sind von häuslicher Gewalt betroffen und brauchen schnellen Zugang zu Hilfsangeboten. Alle können dazu beitragen, dass von Gewalt betroffene Personen die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Gerade jetzt, gilt es, auf die Alarmsignale für Vorfälle häuslicher Gewalt zu achten und dagegen aktiv zu werden.

Alle weiteren Informationen zur Poster-Aktion finden sich hier.

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