Mit dem heute verabschiedeten zweiten Nachtragshaushalt reagieren wir schnell und zielgerichtet auf die großen Herausforderungen der Corona-Krise für den Kulturbereich. Unser Konjunkturpaket soll dafür sorgen, dass wir stark aus dieser Krise hervorgehen.

Die Kulturmilliarde ist ein wichtiger Bestandteil unseres Maßnahmenpakets. Wir wollen sicherstellen, dass unsere vielfältige und lebendige Kulturlandschaft diese Krise übersteht. Denn damit die Clubs, Theater und Museen auch wieder öffnen können, muss gewährleistet sein, dass sie die kommenden Monate auch überleben. In den vergangenen Wochen wurde eines offensichtlich: Kultur ist kein Luxus sondern lebenswichtig. Kultur macht den Unterschied zwischen Barbarei und einem menschlichen Miteinander.

Mit 250 Millionen Euro werden die Kultureinrichtungen für die Wiedereröffnung fit gemacht und bei der Anpassung an die aktuellen Bestimmungen unterstützt. Weitere 150 Millionen Euro sind für die Schaffung alternativer und digitaler Angebote vorgesehen. Um die enormen Verluste abzufedern, sollen coronabedingte Einnahmeausfälle von regelmäßig geförderten Kultureinrichtungen mit 100 Millionen Euro ausgeglichen werden. 450 Millionen Euro sind zudem vorgesehen, um Kulturschaffende aus der Kurzarbeit zu holen. Mit 30 Millionen Euro soll so auch die Clubszene unterstützt werden.

Gerade für die vielen Clubs, die insbesondere in Berlin so wichtig für unsere vielfältige Kulturlandschaft sind, ist diese Unterstützung überlebenswichtig. Denn schon vor der Corona-Krise waren viele Clubs akut von Verdrängung bedroht. Als Freiräume für Vielfalt und Toleranz sind sie unbedingt schützenswert. Tanzen und Feiern sind für Berlin elementar. Ohne unsere Clubs würde in Berlins Seele eine große Leerstelle entstehen.

Für mich steht fest, unsere Clubs müssen diese Krise überleben! Über die Krise hinaus müssen wir endlich das Clubsterben beenden und dafür sorgen, dass Kultureinrichtungen den Schutz erfahren, den sie benötigen.

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